Kleine systemische Geschichten

(fam) e.V.


Die Familientherapeutische Arbeitsgemeinschaft Marburg (fam) e.V. gehörte zu den ersten systemisch orientierten Arbeitsgruppen in der Bundesrepublik. Sie wurde 1976 gegründet und ist seit 1977 als wissenschaftlich-gemeinnütziger Verein amtlich registriert.

Seit ihrer Gründung hat die (fam) e.V. innovative systemische Therapie- und Beratungsformen unterstützt und zu ihrer Verbreitung als Praxis-, Theorie-, Forschungs- und Weiterbildungangebote beigetragen. Sie ist Trägerverein der viisa-Weiterbildung.

Bis heute stehen die Auseinandersetzung mit aktuellen Therapiethemen, Organisation von Tagungen sowie das Angebot dialogischer (systemischer, reflexiver, konstruktionistischer und postmoderner) Therapieausbildungsgänge im Vordergrund.

Seit 1980 bietet die (fam) e.V. Weiterbildungen in Systemischer Therapie und Beratung an. Dieses Modell (viisa-Weiterbildung) hat als Vorbild für andere bekannte Weiterbildungsangebote gedient. So haben bekannte Absolventen der Marburger Weiterbildung eigene systemische Weiterbildungsinstitute gegründet. Die Arbeitsweise des Marburger Instituts findet darüber hinaus Anerkennung durch die internationalen Lehrtherapeuten und Referenzen.

Auf die genannten Inhalte ist auch die zukünftige Arbeit der (fam) e.V. gerichtet. So ist die (fam) e.V. seit 2007 Gesellschafterin der dialog_mX gGmbH.

Die Geschichte vom chinesischen Kaiser und dem Hahn


Interessierte Besucher unserer Webseite fragen manchmal, was der Hahn, den man als Icon unserer Seite immer wieder antrifft, zu bedeuten habe. Dazu gibt es eine kleine Begebenheit, die hier kurz erzählt werden soll:

«Es gibt diese berühmte Geschichte von dem chinesischen Kaiser, der einen Künstler beauftragt, seinen Lieblingshahn zu malen. Der Künstler nimmt den Auftrag an und läßt nichts mehr von sich hören. Nach einigen Monaten geht der Kaiser zu dem Mann und sagt: Ich habe dich beauftragt, meinen Lieblingshahn zu malen. Was ist daraus geworden? Der Künstler geht hin und zieht Schublade um Schublade auf und darin sind nur Zeichnungen des Hahns. Der Kaiser sagt: Warum hast Du mir nicht eine der Zeichnungen geschickt? Der Künstler sagt: Augenblick Majestät. Er nimmt ein Stück Papier, macht zehn rasche Tuschestriche mit dem Tuschepinsel und dabei entsteht ein perfektes Bild, ein wunderbares Bild des Hahns. Der Kaiser sagt: Wieso hast du so lange gewartet? Der Künstler antwortet: Um dieses Bild so malen zu können, wie ich es eben gemalt habe, dazu musste ich zuerst Tausende von Blättern malen».

Diese Geschichte erzählte Paul Watzlawick 1980 in einem Interview in Gießen, um seine Auffassung vom Verhältnis zwischen Dauer der Ausbildung des Therapeuten und Kürze der Therapie zu verdeutlichen.

Sie finden dieses Interview in dem Buch von Klaus G. Deissler, 1985, Beiträge zur Systemischen Therapie.

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